Internationales Deutsches Turnfest in Frankfurt 2009
Am Pfingstsamstag sind wir gemeinsam mit den Turnern der TG nach Frankfurt gestartet, der Auftakt zu einer erlebnisreichen Woche.
Um in Frankfurt das Fachgebiet Musik des schwäbischen Turnerbundes von seiner besten Seite präsentieren zu können, haben sich die Spielmannszüge zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen. Diese Verbindung hatte sich bereits bei der Turn-WM in Stuttgart 2007 und beim Landesturnfest in Friedrichshafen 2008 bewährt. In zwei Sonntagsproben wurde das bereits für die ersten beiden Auftritt erarbeitete Programm ergänzt und vertieft. Sogar eine gemeinsame Marschprobe wurde durchgeführt, um einen ordentlichen Auftritt beim Umzug zu gewährleisten.
Umzug
So optimal vorbereitet konnte bei den Auftritten in Frankfurt nicht mehr viel schief gehen. Mit dem Umzug am Samstag hat das Turnfest begonnen. An eine Marschformation mit 70 Teilnehmern konnten sich viele der Spielleute nur noch aus der Vergangenheit erinnern. Der Umzug war ein gelungener Auftakt, der allen Teilnehmern Lust auf weitere gemeinsame Auftritte machte.
Alte Oper
Am Sonntag hatten wir dann Gelegenheit unser erarbeitetes Programm auf den Stufen der Alten Oper zu präsentieren. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir unser Publikum davon überzeugen,dass Spielmannsmusik neben der Marschmusik eine breite musikalische Palette bietet. Da die musikalische Leiterin der Spielleute, Selina Dangel, aus beruflichen Gründen nicht am gesamten Turnfest teilnehmen konnte, wurde sie von Alfons Lumpp, dem Stabführerer unseres Spielmannszugs, vertreten. Alfons leitete das Gemeinschaftsorchester souverän. So war nach dem ersten Standkonzert klar, dass sich die Vorbereitung gelohnt hat.
Schwäbischer Abend
Auf die Eröffnung des schwäbischen Abends am Montag in der Messehalle 3 hatten sich alle Teilnehmer besonders gefreut. Bei hervorragender Akustik in der Messehalle und zahlreichen Zuhörern machte das gemeinsame Musizieren besonderen Spaß. So war es fast schade, dass der Auftritt nach einer knappen Stunde beendet werden musste, damit das Programm des schwäbischen Abends beginnen konnte. Dass wir uns beim anschließenden Auftritt der "Strahler" noch prächtig amüsiert haben, dürfte selbstverständlich sein.
Wertungsspiel
Für uns Biberacher war der Dienstag besonders spannend. Zwei kleine Gruppen hatten sich zum Wertungsspiel gemeldet und haben beachtliche Erfolge erzielt.
Andrea Angele und Martina Krattenmacher, für beide übrigens das allererste Wertungsspiel überhaupt, haben sich mit einem klassischen Flötenduett durch viele Proben ein "sehr gut" in der Kategorie 3 erspielt.
Erstmals in der langen Geschichte Deutscher Turnfeste hat sich nach Aussage eines Wertungsrichters eine kleine Gruppe mit Fanfaren dem Wertungsgericht gestellt. Ela und Sabine Kaiser, Andreas Hofmann und Joachim Heilig bildeten das vierstimmig musizierende Quartett, das mit einem historischen Stück aus dem 19. Jahrhundert ebenfalls die Note "sehr gut" in der Kategorie 3 erarbeitet hat.
Wir sind sehr stolz auf unsere erfolgreichen Wertungsspielteilnehmer.
Messegelände
Am Dienstag war ein erneuter Auftritt auf dem Messegelände angesagt. Zur Mittagszeit konnte das zahlreiche Publikum erneut einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Spielmannsmusik gewinnen. Bei immer noch strahlendem Sonnenschein waren die Spieler dabei dankbar für ein Schattenplätzchen.
Flussfestmeile
Nach den spielfreien Tagen stand der letzte Auftritt für Freitag an. Diesmal an der Flussfestmeile, direkt am Mainufer. Bevor wir jedoch mit der S-Bahn Richtung Innenstadt aufbrachen, bedankten wir uns noch mit einem Ständchen bei den vielen fleißigen Frühstückshelfern in unserem Quartier. Auch der letzte Auftritt verlief zu unserer vollen Zufriedenheit.
Es war für alle Beteiligten schön, an einem Turnfest in einer motivierten Gruppe Musik zu machen. Ohne die gemeinsamen Auftritte wäre es einzelnen Vereinen teilweise gar nicht möglich gewesen, sich am Turnfest auch musikalisch zu beteiligen. Außerdem wäre ein Präsentation einer solchen Bandbreite für die einzelonen Vereine nur schwer möglich gewesen. Für alle ist klar, dass diese Spielgemeinschaft bei nächster Gelegenheit wiederholt werden soll.
Nicht zuletzt war es auch prima, dass alle beteiligten Musiker im Musikerquartier in derselben Schule untergekommen waren. Dies ermöglichte manche Hockete vor dem Zubettgehen. Dadurch sind sich die Mitglieder der verschiedenen Vereine auch außerhalb der Musik nähergekommen.
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